L i b e r e c – Vor der ungewöhnlich langen Länderspielpause wartet auf den FC Slovan Liberec noch eine letzte Aufgabe. Am Sonnabend gastiert die Mannschaft von Branislav Fodrek beim Aufsteiger SK Artis Brno. Danach ruht der Ligabetrieb für drei Wochen. Anstoß in Brünn ist am Sonnabend um 15.00 Uhr.
Schwieriger Saisonstart für Artis
Der SK Artis Brno erwischte keinen guten Start in die erste Saison in der höchsten Spielklasse. Vier der ersten fünf Parteien gingen verloren, lediglich gegen Slovácko gelang beim 1:1 ein Punktgewinn. Den ersten Sieg feierte die Mannschaft von Trainer Roman Nádvorník anschließend mit einem 2:1 in Pardubice.
Zuletzt setzte es allerdings wieder zwei Niederlagen. Gegen Viktoria Pilsen verlor Artis mit 0:3, im Brünner Derby gegen Zbrojovka unterlag man mit 1:2. Nach acht Spieltagen steht Artis mit vier Punkten und einem Torverhältnis von 7:18 auf dem 14. Tabellenplatz. Gemeinsam mit Zlín stellt die Mannschaft damit die stärkste Defensive der Liga.
Unter der Woche war neben Slovan auch Artis im Pokal aktiv. Beim Drittligisten FC Vítkovice blieb die erste Hälfte torlos, nach der Pause sorgten Karel Pojezný, Martin Pospíšil und Vladimir Perišić für einen 3:0-Sieg und den Einzug im Achtelfinale.
Plechatý trifft auf Slovan
Erfolgreichster Ligatorschütze von Artis ist bisher Quadri Adediran mit zwei Treffern. Ein bekanntes Gesicht steht in der Defensive: Der ehemalige Slovan-Spieler Dominik Plechatý kommt bislang auf 298 Pässe und damit auf die meisten innerhalb seines Teams.
Staffl muss Trainer Roman Nádvorník voraussichtlich auf die verletzten Verteidiger Ondřej Čoudek und David Šimek sowie den erfahrenen Mittelfeldspieler Jan Navrátil verzichten, der ebenfalls bereits für Slovan spielte. Fraglich ist der Einsatz von Sebastian Boháč.
Bilanz spricht für Artis
Artis Brno, früher SK Líšeň, spielt erstmals in der höchsten tschechischen Liga. Entsprechend kommt es am Sonntagabend zum ersten Ligaduell mit Slovan. In einem Pflichtspiel standen sich beide Vereine allerdings bereits vor knapp einem Jahr gegenüber.
In der dritten Runde des MOL Cups ging Slovan damals durch Afolabi Soliu in der 17. Minute in Führung. Zwei Minuten später glich Lutonský für die Gastgeber aus. Weitere Treffer fielen nicht, ehe sich Artis im Elfmeterschießen durchsetzte und Slovan aus dem Pokal warf.
Slovan weiter in Topform
Slovan erlebte weiterhin einen außergewöhnlich starken Saisonstart. Nach acht Spieltagen liegt die Mannschaft mit 19 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, nur einen Zähler hinter Meister Slavia Prag. Sechs der acht Ligaspiele gewann Liberec – darunter alle vier historischen Auswärtspartien. Lediglich gegen Teplice gab es eine Niederlage, gegen Slavia ein Unentschieden.
Zuletzt entschied Slovan das Spitzenspiel gegen Mladá Boleslav klar mit 3:0 für sich. Auch im Pokal setzte Slovan seine Serie fort. Am Dienstag gewann die Mannschaft beim Zweitligisten Vlašim mit 2:0. Damit steht Slovan erstmals seit zwei Jahren wieder im Achtelfinale des MOL Cups.
Große Verletzungssorgen
Verzichten muss Branislav Fodrek weiterhin auf Haris Berbić, Jan Bořil, Šimon Gabriel, Jan Knapík, Raimonds Krollis und Dominik Kúdelčík. Fraglich ist zudem Lukáš Masopust, der gegen Mladá Boleslav bereits in der ersten Hälfte mit Leistenproblemen ausgewechselt werden musste.
Nach dem Spiel in Brünn beginnt eine längere Pause. Das nächste Ligaspiel findet erst am Wochenende des 10. und 11. Oktober statt. Eine Woche zuvor bestreitet Slovan noch ein Testspiel gegen den polnischen Klub Śląsk Wrocław.