L i b e r e c - Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Slovácko will der FC Slovan Liberec am Sonnabend zurück in die Erfolgsspur. Am 11. Spieltag der Chance Liga gastiert die Mannschaft von Trainer Branislav Fodrek bei Sigma Olmütz. Anstoß im Andrův-Stadion ist um 18.00 Uhr.
Gefährlicher Gegner mit Offensivqualität
Sigma Olmütz belegt nach zehn Spieltagen mit 17 Punkten den fünften Tabellenplatz. Fünf Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen stehen bislang zu Buche. Mit 17 Treffern zählt Sigma zu den offensivstärksten Mannschaften der Liga. Bester Torschütze ist Ex-Liberecer Ahmad Ghali mit vier Toren, während Václav Sejk neben drei Treffern auch drei Vorlagen verbuchen konnte.
Im letzten Ligaspiel trennte sich Olmütz trotz langer Unterzahl mit 1:1 von Teplice. Ghali brachte sein Team bereits in der dritten Minute in Führung, ehe Idris Hopi in der 70. Minute für die Gastgeber ausglich. Innenverteidiger Louis Lurvink sah kurz vor der Halbzeit die Rote Karte und fehlt deshalb gegen Liberec. Auch Jan Král und Fabijan Krivak fallen verletzt aus. Die Einsätze von Péter Baráth und Anton Ekeroth sind noch fraglich.
Slovan will zurück in die Erfolgsspur
Liberec steht mit 20 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und liegt sechs Zähler hinter Spitzenreiter Slavia Prag. Die Niederlage gegen Slovácko beendete eine Serie von sieben Ligaspielen ohne Niederlage. Dabei war Slovan im vergangenen Spiel deutlich überlegen: 24:3 Torschüsse, 67 Prozent Ballbesitz und 2,19 erwartete Tore sprachen für die Gastgeber. Dennoch blieb die Mannschaft zum zweiten Mal in Folge ohne eigenen Treffer und verlor mit 0:2.
Die besten Torschützen der Liberecer sind Lukáš Mašek und Patrik Dulay mit jeweils drei Treffern. Im Tor ist Tomáš Koubek mit fünf Spielen ohne Gegentor ein wichtiger Rückhalt. Personell muss Trainer Branislav Fodrek weiterhin auf Krollis, Gabriel, Knapík, Kúdelčík und Drakpe verzichten. Zudem sind Fallou Faye und Vojtěch Stránský von einer Gelbsperre bedroht.
Direkter Vergleich verspricht Spannung
Nach bislang 64 Ligaduellen sind Slovan und Sigma nahezu auf Augenhöhe. Liberec gewann 24 Partien, Sigma kommt auf 23 Siege. 17 Begegnungen endeten unentschieden. Das häufigste Ergebnis war ein 1:0, das insgesamt 14-mal zustande kam. Insgesamt fielen in den bisherigen Duellen 149 Tore, was einem Schnitt von 2,3 Treffern pro Spiel entspricht. Die Schiedsrichter zeigten 233 Gelbe Karten und stellten sechs Spieler vom Platz.
Auch die jüngere Vergangenheit verspricht ein enges Duell. In den vergangenen beiden Ligaspielzeiten gewann Liberec zweimal, Olmütz einmal. Eine Begegnung endete remis.
Erinnerung an Icha-Kracher
In der vergangenen Saison teilten sich die Teams die Siege. Im ersten Aufeinandertreffen brachte Tijani Olmütz in der 65. Minute in Führung. Soliu glich neun Minuten später für Liberec aus, ehe Jáchym Šíp in der vierten Minute der Nachspielzeit den 2:1-Sieg für Sigma perfekt machte.
Im Rückspiel Ende November gelang Slovan die Revanche. In einer ausgeglichenen Partie erzielte Marek Icha in der 83. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss den entscheidenden Treffer zum 1:0.
Für Slovan wird es darauf ankommen, die zuletzt fehlende Effizienz vor dem Tor zurückzugewinnen. Sigma verfügt über eine gefährliche Offensive, muss allerdings personelle Ausfälle kompensieren. Ein enges Duell zwischen zwei ambitionierten Mannschaften ist zu erwarten.